Winter-Retreat 2014 / 2015

 

 

 

mit Thay   -   Dzogchen - der Weg des Lichts

 


 

Im diesjährigen Winter-Retreat befassen wir uns mit dem „Weg des Lichts“ - der Praxis und Lehre des Dzogchen aus dem tibetischen Buddhismus. Belehrungen und Übertragungen des Dzogchen - dem Weg des Lichts - entstammen dem tibetischen Buddhismus und wird als der höchste und unmittelbarste Weg zur Befreiung beschrieben. "Dzogchen ist die spirituelle Essenz aller buddhistischen Lehren. Es ist der Weg der Selbstbefreiung, der jeden sein wahres Wesen jenseits der Dualität erkennen läßt." (Chögyal Namkhai Norbu)

 

 

Dzogchen  -  Worum geht es?

Im Dzogchen geht es nicht darum, etwas zu verändern - man beschäftigt sich nicht mit dem ständigen auf und ab, hin und her des Schleiers vor unserem Geist. Dzogchen ist das Wahrnehmen unseres alles durchleuchtenden inneren Lichts, welches unsere vollkommene Natur des Geistes, die Buddhanatur, (wieder-) entdeckt lässt. Der Wahrnehmung dieses inneren Lichtes stehen jedoch körperliche (Trägheit, Rastlosigkeit, Geilheit uvm.) und geistige (Hass, Neid, Wertlosigkeit uvm.) Hindernisse und Anhaftungen im Weg, die unseren Geist in einen dicken Nebel einhüllen.

 

Den Nebel des Geistes auflösen

Was wir uns fragen müssen ist: Möchten wir diesen Nebel klären um unsere wahre Natur des Geistes zu erkennen oder ihn weiterhin nutzen um Verstecken zu spielen und an Illusionen festzuhalten? Sind wir bereit den Nebel aufzulösen oder halten wir an ihm als einen erforderlichen Lebenszustand fest? Wenn wir dazu bereit sind, unsere alten Anhaftenden unseres materiellen und geistigen Körpers loszulassen, erkennen wir den „Lichtkörper“, der alles sein kann und in jeder Hinsicht frei ist. Dies setzt eine Art inneren Sterbeprozess voraus, in welchem Altes gehen darf und Neuem Platz macht.

 

 

 

 

 

Die Module / Themen des Winter Retreats

Bezüglich der oben beschriebenen Themen des Dzogchen, befassen wir uns während des Retreats gemeinsam und fortschreitend mit den folgenden Modulen - es kann allerdings auch an einzelnen Modulen teilgenommen werden.

 

Kinderbetreuung gibt es jeweils von 9:45-12:15 Uhr und 15:45-18:15 Uhr.

 

Sonntag 21. Dezember
Anreisetag

Nutzen Sie den Anreisetag Sonntag um entspannt und ohne Hast anzukommen - bei uns in Buddhas Weg, aber auch bei sich selbst. Dadurch haben Sie bereits einen Überblick über den Ort und die Abläufe des Retreats und können am nächsten Morgen ganz entspannt und erfrischt zu der ersten Belehrung gehen: Die erste Belehrung am Montag morgen beginnt um 10 Uhr. Wir freuen uns auf Sie.


 
Modul 1 | 22.-23. Dezember
Falsche Geborgenheit

Wo betäuben oder benebeln wir unser Gemüt mit falscher Geborgenheit und Gefühlen der Behaglichkeit? „Ich fühle mich so geborgen! Ja, es ist so schön, wenn ich mich zurückziehe, meine Zigarettenpause mache oder mich in meiner Kuscheldecke verkrieche.“ Wie unterscheide ich zwischen wahrer und falscher Geborgenheit? Und wie kann ich die falsche Geborgenheit auflösen?


 
Modul 2 | 24.-26. Dezember
Falsche Sicherheit

Wir halten oft an Unveränderlichkeit fest, wünschen uns etwas, das Ewig währt und sich niemals verändert - um uns darin in Sicherheit wiegen zu können. Das Festhalten an solchen falschen Sicherheiten ist ein Hindernis unserer eigenen Entwicklung. Ein einfaches Beispiel ist das Festhalten an „Gottheiten“, deren Ewigkeit und Unveränderlichkeit uns das Gefühl von Sicherheit geben sollen.


 
Modul 3 | 27.-29. Dezember
Falsche Verbindung

Manche Menschen gehen nur eine (oder wenige) Verbindungen in einem relativ eintönigen Modus ein, bloß um das Gefühl zu haben, am Leben zu sein. Darüber vergessen sie, dass das Leben um Längen vielfältiger ist, als sie es zulassen: Wie das Meer, kann unser Leben mal stürmisch und mal ruhig sein - ist aber in jedem Moment in Bewegung! Abermillionen von Wellen umspielen einander, vermischen sich, verändern sich in jedem Moment - wieso stecken wir so viel Energie in den ohnehin aussichtslosen Kampf, nur eine dieser vielen Wellen zu reiten und die anderen zu vermeiden?



Modul 4 | 30. Dez - 01. Jan
Falsche Offenheit

Wie weit sind wir tatsächlich „offen“ für das Leben? Viele Menschen sind „offen“ nur für bestimmte Aspekte ihres Lebens, während sie viele andere ausschließen oder kontrollieren / verpacken / wegschließen. Diese Art von falscher Offenheit schafft in uns eine Illusion der Offenheit, eine Traumwelt in der wir uns selbst als „weltoffeneren Menschen“ betrachten, jedoch eigentlich nicht bereit sind, uns und das Leben wirklich in all seinen Facetten anzuschauen.


 
Modul 5 | 02.-04. Januar
Buddhanatur

Bereitet man sich darauf vor „in unsere eigene Buddhanatur zu gehen“ und unserem inneren Licht zu begegnen, löst in uns großen Zweifel aus: „Habe ich so etwas wie eine Buddhanatur überhaupt in mir?“ Zweifel sind feinstoffliche Staubkörner, die wir durchdringen und durchschauen wollen, um unser eigenes Licht tatsächlich empfangen und wahrnehmen zu können. Um dies tun zu können, durchlaufen wir unseren eigenen inneren Bardo / Sterbeprozess, in dem wir unseren Ängsten begegnen. Uns diesen Ängsten zu stellen und sie hinter uns zu lassen, ist der Weg zur vollkommenen Befreiung!

 

 

Daten

 

Buchungsnummer:  21053
Anreisetag:
So 21.12.2014
Retreat Beginn:
Mo 22.12.2014 | 10 Uhr
Retreat Ende:
So 04.01.2015
Leitung:
Thay

Kosten: auf Spendenbasis, zzgl. Übernachtung und Verpflegung



Für Anmeldung zu diesem Seminar bitte hier klicken

 

Anmeldung

Tel.: 06207-9259821   |   E-Mail: seminare@buddhasweg.eu
Wichtig: Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung bzw. bei der Überweisung Ihrer Kursgebühr immer die oben genannte Buchungsnummer mit an. Vielen Dank!

 

 

Zitat zum Thema

Alle Hindernisse überwunden,
finden wir uns wieder,
in einem Zustand
vollkommenen Gewahrseins.

Da manifestiert sie sich:
Die Weisheit der Erleuchtung,
spontan, ohne Grenzen,
wie die Strahlen der Sonne.

Die Wolken sind aufgelöst,
die Sonne ist frei,
um wieder zu scheinen.

Chögyal Namkhai Norbu