Ehrw. Young Gong

 



Die ehrwürdige Nonne Young Gong wurde 1962 in Chung Nam in Süd-Korea geboren.



Ihren Werdegang beschreibt sie wie folgt:

 

Seit meiner Pubertät habe ich intensiv „über das Leben nachgedacht“ und viele Fragen entwickelten sich:

z.B.: Warum bin ich hier, in Korea, meiner Familie, der Geburtsort, … Dieser Gedanke führte mich immer weiter. Nachdem ich meine Studien in Süd-Korea beendet hatte, trat ich in den Orden ein, bekam die Novizen-Ordination 1986 durch die Meisterin Ehrw. Lim-Dae und praktizierte in der Kloster-Schule Unmunsa  von 1988 – 1992.

1991 erhielt ich die Vollordination durch Meisterin Ehrw. Lim-Dae und absolvierte von 1992 – 1994 das Aufbau-Studium in Buddhismus.

Im Jahr 1996 kam ich aus folgendem Grund nach Deutschland: Als Ausbruch aus Gewohnheiten, die mich an meiner spirituellen Entwicklung zu hindern schienen und mit dem Wunsch den Buddhismus aus einer westlichen Sichtweise zu betrachten, um eine andere Perspektive zu gewinnen.

Im Jahr 2008 beendete ich mein Studium der Indologie und Sinologie an der Universität in Göttingen mit einem Diplom zum Thema Vinaya: Varsavastu – Verhalten in der Regenzeit.

Mein Studium glich einem Retreat:

Ich lebte allein und konnte den Fragen meiner Jugend intensiv nachgehen und sie weiterentwickeln bis zum heutigen Tag.

Ich nutzte jede freie Minute außerhalb des Studium zur Praxis, integrierte die für mich fremde Kultur, Gegebenheiten, Verhaltensweisen, Essen, … außerhalb des schützenden Ordens als Studentin, denn ich wurde in der Regel nicht als Nonne erkannt.

Seit 2009 bis heute arbeite ich an meiner Promotion in der Indologie (Uni Mainz) zum Thema Vinaya – Bhiksunivastu (spezielle Regeln für Nonnen).

Auf Empfehlung des Ehrw. Bhante Punnaratana kam ich im November 2011 als Gast ins Kloster Buddhas Weg, in dem ich schon seit Sommer 2011 die Nonnen unterrichtete.

Warum Buddhas Weg als weitere Schritt auf meinem Weg ?

Zum Kennenlernen des deutschen Buddhismus innerhalb eine buddhistischen Umfelds. Zuvor lebte ich alleine und praktizierte regelmäßig. So wollte ich wieder in einer Sangha - Gemeinschaft leben, um die aus dem „Alleinleben“ resultierenden Gewohnheiten zu korrigieren und die entwickelten Qualitäten zu prüfen.

Während des Lebens in der Sangha wurden meine Eigenheiten, die sich aus der auf mich bezogenen Lebensweise entstanden, geheilt. So fällt es mir heute viel leichter, trotz sprachlicher Hürden mit Menschen Kontakt aufzunehmen, Dharmatalks zu geben …


In Korea liegen Klöster ebenfalls häufig in den Bergen, so fühle ich mich im Kloster Buddhas Weg heimisch.

Mit der spirituellen Leitung des Klosters möchte ich die Entwicklung eines „deutschen“ Buddhismus unterstützen – z.B. die Rezitation der Sutren in deutscher Sprache.

Die Zukunft ist weit offen …