Qi Gong Kurse & Workshops
Qi Gong (chin.: 气功; gesprochen: Tschi-Gung) die Kunst die Lebensenergie zu pflegen.
Was ist Qi?
Qi ist die Lebenskraft die alles Lebendige durchdringt. Wenn wir uns energielos, schlapp und müde fühlen oder oft krank sind, hängt dies mit dem Qi zusammen. Qi fließt in den Meridianen (auf denen die Akupunktupunkte sitzen) durch den Körper. Haben wir viel davon fühlen wir uns energiegeladen und lebendig. Fehlt Qi, fühlen wir uns schlapp und müde. Ist das Qi in den Meridianen blockiert, werden wir krank.
Wie wirkt Qi Gong?
Es gibt stilles und bewegtes Qi Gong. Im stillen Qi Gong ist der Körper still/unbewegt und der Geist bewegt das Qi. Im bewegten Qi Gong bewegt sich der Körper um eine Stille im Inneren zu erzeugen. Für den Anfänger ist das bewegte Qi Gong meist leichter, da schneller mehr fühlbares Qi erzeugt werden kann und wir über die Atem-, Körper- und Visualisierungspraktiken leichter gezielt krankmachende Blockaden lösen können.
Qi bewegen
Qi aufnehmen
Qi im Energiezentrum speichern
Qi-Qualität verfeinern
Qi aussenden
Qi Gong-Übungen beugen durch ihre lösende Wirkung Krankheiten vor oder setzen Heilungsprozesse in Gang bzw. beschleunigen sie. Vor diesem Hintergrund leuchtet der tiefe Sinn von „Qi Gong" - „Sein Qi nutzen" - ein. Qi Gong hat das Potential, das Leben zu verändern. Qi Gong ist unsere aktive Möglichkeit selbst unsere Gesundheit zu beeinflussen.
ca. 5000 verschiedene Qi Gong Formen
Alleine die bekannten 8 Brokate gibt es wahrscheinlich in 100 verschiedenen Fassungen. Warum gibt es so viele?
1. Weil diese Kunst schon 3000 Jahre alt ist. Jeder Meister hat die Figuren verfeinert und wiederum an seine Schüler weitergegeben.
2. Weil wir alle verschieden sind. Mit 30 brauche ich vielleicht eine andere Form als mit 65 Jahren. Es gibt sehr lebendige oder meditative Formen. Qi Gong im Sitzen, Stehen oder Liegen. Qi Gong mit heilenden Lauten, offenen Augen oder geschlossenen etc.
Was sie alle gemeinsam haben: Sie wirken entspannend und dienen der Mehrung von Qi. Jede Qi Gong-Form hat zusätzliche eigene ausgeprägte Wirkungen. Neben der zeitlichen Möglichkeit, kann das persönliche Anliegen mit entscheiden. Wer schon mal Qi Gong gemacht hat und sich nicht wohl fühlte, dem sei geraten, es nochmal mit einer anderen Form zu versuchen. Jede Form, jeder Lehrer, jeder Raum, jede Teilnehmergruppe ist anders.
Seit wann gibt es Qigong?
Zum ersten Mal wurden Qigong Übungen ausführlich beschrieben im ältesten Werk der Traditionellen Chinesischen Medizin „Fragen und Antworten des Gelben Kaisers zu Inneren" im Jahr 200 v.Chr. Jedoch belegt der Fund von Seidentüchern, die Qi Gong-Übungen illustrieren und deren Alter von Experten auf 2500 Jahre geschätzt wird, dass die Geschichte deutlich weiter zurück reicht. Schätzungen gehen davon aus, dass die ersten Übungen, die den Grundstein für Qigong legten, bereits 5000 v.Chr. entstanden.
Unterschiede zwischen Qi Gong und Tai Chi
Diese Frage kommt oft auf: Worin unterscheidet sich Qi Gong eigentlich von Tai Chi?
Sieht beides irgendwie ähnlich aus, nicht wahr? Ohne Frage, dem ungeübten Auge entsteht leicht dieser Eindruck. Und ganz falsch ist er auch nicht, da die beiden ältere Schwester und jüngerer Bruder sind. Qi Gong ist vor mind. ca. 2500 Jahren entstanden. Qi Gong dient immer dem Zweck: Wie komme ich in Harmonie mit mir, mit anderen Menschen und der Natur.
Tai Chi (Extremer Pol) ist n. Chr. entstanden. Tai Chi grenzt sich dadurch ab, dass es eine Kampfkunst ist und die Formen grundsätzlich als „Meditation in Bewegung" ausgeführt werden. Und, für potentielle Schüler nicht ganz unwichtig: Tai Chi-Formen sind im Schnitt deutlich länger und aufwändiger zu üben. Eine einzige Form, also die Abfolge von Bewegungen, kann durchaus 40 Minuten beanspruchen und sie zu lernen viele Jahre. Qi Gong-Formen hingegen sind meist kürzer, schneller zu lernen und haben eine sofortige Wirkung.
Desweiteren umfasst Qi Gong Bewegungsübungen, Meditationsübungen und Atemübungen. Tai Chi behandelt nur den ersten Bereich.
Die Ausübung dieser Form führt auf lange Sicht, genau wie Qi Gong, zur Harmonisierung und Stärkung der Lebensenergie und zur Verbesserung der Gesundheit. Da es im Qi Gong nicht um das Erlernen einer Kampfkunst geht, sind alle Übungen so konzipiert, dass sie eine direkte körperliche, emotionale und geistige Wirkung aufweisen.
Im Qi Gong arbeitet man mit Hilfe des Geistes und der Atmung direkt mit der Lebensenergie Qi. Im Qi Gong können Bewegungen vorkommen, müssen aber nicht. Falls Bewegungen eingesetzt werden, dienen Sie zur Regulation des Energieflusses und zur Stärkung der inneren Organe. Sie sind in der Regel wesentlich einfacher zu erlernen als im Tai Chi und zudem niemals zur Anwendung im Kampf gedacht.
Mehr zu Tai Chi gibt es bald hier zu lesen
Qi Gong & Religion
Qi Gong ist an keine Religion gebunden. Allerdings haben vor allem der Taoismus und der Buddhismus Qi Gong stark beeinflusst. So gibt es z. B. im Sheng Zhen Wuji Yuan Gong/Qi Gong der bedingungslosen Liebe: Jesus, Kuan Yin, Mohammed und Laozi Qi Gong. Da Qi Gong nicht nur eine krankheitsauflösende Wirkung, sondern auch eine Öffnung und Förderung von spirituellen Fähigkeiten wie z. B. Hellsichtigkeit, Herzensweite und Mitgefühl hat, verbindet Qi Gong z. B. mit dem Buddhismus eine lange gemeinsame Tradition, wie sich an den buddhistischen Dhyana-Übungen des frühen chinesischen Buddhismus und deren Fokus auf Techniken für Atem, Konzentration und Meditation schon zeigt.
So gibt es speziell im Buddhismus wurzelnde Qi Gong Übungen wie Duft Qi Gong. Zugleich eine der beliebtesten Qi Gong-Formen.
Buddhismus & Qigong - tief miteinander verwurzelt
Um 530 n.Chr. kam der buddhistische Mönch Da Mo, besser bekannt als Bodhidharma, nach China und ließ sich im - nicht nur aus Hollywood bekannten - Shaolin-Kloster nieder, das nur 30 Jahre zuvor gegründet wurde.
Zu dieser Zeit waren die dortigen Mönche keineswegs in Kampfsport erprobt. Das Gegenteil war der Fall: Bodhidarma beobachtete dies und fing an die Mönche das Yi Jin Jing zu lehren (Umwandlung der Muskulatur). Wie das Knochenmark-Waschen Qi Gong integrierten sie es in ihre Kampfkunst, Shaolin Kung Fu. Im Übrigen war Bodhidharmas Aufenthalt im Shaolin-Tempel auch zugleich die Geburtsstunde des Chan Buddhismus. (Das „Kung" von Kung fu ist übrigens dieselbe Kunst wie das Gong von Qi Gong. Das Ki von Reiki ist das Selbe Qi von Qigong...)
